19485706
Drei Sätze (1985/1988)
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String orchestra
SKU: VD.ED99614
Für Streichorchester. Composed by Hans Walter Slembeck. Classical. Set of parts. Composed 1985/88. 56 pages. Verlag Dohr #ED99614. Published by Verlag Dohr (VD.ED99614).
ISBN 9790202006146. 11.69 x 8.27 inches.
Zunächst waren es "Zwei Sätze für Streichorchester" (mit zusätzlicher Solo-Violine beim einleitenden langsamen Satz), die in der Konzertreihe über Krefelder Komponisten OPUS '89 vom Collegium Musicum Krefeld uraufgeführt werden sollten. Dieses Ensemble ist eigentlich eine reine Streicherformation mit B.c.-Cembalo, hatte aber seit längerem einen Flötisten als Vollmitglied, so dass sich die Übertragung der Solopartie auf die Bläserstimme anbot, zumal nur geringe Änderungen notwendig waren, weil der Flötenambitus nur ganz gelegentlich unterschritten wird. Nur wenige Wochen später erfolgte die Erstaufführung der Version mit Solo-Violine durch das Ensemble fin de siècle fin de millénaire zusammen mit dem Ensemble 88 (Solist: Bertram Hartling) im Konzertsaal der Duisburger Abteilung der Folkwang-Hochschule Essen. Für die vorliegende Veröffentlichung entschloss ich mich, das Werk zur symmetrischen Dreisätzigkeit mit zwei schnellen Ecksätzen und dem dazwischen eingebetteten langsamen Satz zu erweitern. Hierzu wurden die beiden ursprünglichen Sätze vertauscht und ein Finalsatz (Diabolisch cancrizansierender Doppelkanon: Allegro) neu hinzukomponiert. Der grobformalen Symmetrie schnell - langsam - schnell steht dadurch umso kontrastierender die Asymmetrie der Binnenstrukturen gegenüber, vor allem in den schnellen Ecksätzen. Im ersten Satz springt dies sofort ins Auge durch die ständigen Taktwechsel mit vielen ungeraden Metren. Der Finalsatz ist zwar durchgehend im Viervierteltakt notiert, erhält jedoch seine asymmetrischen Gegenläufigkeiten durch ständige Akzentverschiebungen, die durch den streng kanonischen Aufbau des Satzes jede Stimme ganz eigenwillig ihren Weg gehen lassen. Zur Ausführung des Doppelkanons paaren sich Violoncello und zweite Violine für den ersten sowie Viola und erste Violine für den zweiten Kanon, allerdings jeweils im Wechsel mit dem "Gegner" einsetzend (Vc., Va., Vl. II, Vl. I). Diabolisch wird es dadurch, dass die Partner des zweiten Kanons im Tritonusabstand (diabolus in musicam) einsetzen. Die zweite Hälfte des Satzes bringt nochmals ein Fülle von Akzentverschiebungen, denn das Cancrizansieren geschieht nicht durch eine einheitliche Kehrtbewegung, sondern jede Stimme spielt ihren Kanon voll aus und erhält dadurch jeweils ihre eigene Wendemarke für den Krebsgang (Vc. in der Mitte von T. 48, Va. in der Mitte von T. 61, Vl. II in der Mitte von T. 68, Vl. I in der Mitte von T. 73), so dass Gegenläufigkeiten in völlig neuer Konstellation entstehen. In gleicher Weise erfolgt der Einlauf in die "Zielgerade"; während die Celli nach einer Erholungspause in T. 96 bereits bei T. 97 in die Coda hineinspurten, folgen die Bratschen in T. 111, die zweiten Geigen in T. 117, und den ersten Geigen bleiben ab T. 123 lediglich sechs Takte für ein freies Auslaufen. (Hans-Walter Slembeck).
String orchestra
SKU: VD.ED99614
Für Streichorchester. Composed by Hans Walter Slembeck. Classical. Set of parts. Composed 1985/88. 56 pages. Verlag Dohr #ED99614. Published by Verlag Dohr (VD.ED99614).
ISBN 9790202006146. 11.69 x 8.27 inches.
Zunächst waren es "Zwei Sätze für Streichorchester" (mit zusätzlicher Solo-Violine beim einleitenden langsamen Satz), die in der Konzertreihe über Krefelder Komponisten OPUS '89 vom Collegium Musicum Krefeld uraufgeführt werden sollten. Dieses Ensemble ist eigentlich eine reine Streicherformation mit B.c.-Cembalo, hatte aber seit längerem einen Flötisten als Vollmitglied, so dass sich die Übertragung der Solopartie auf die Bläserstimme anbot, zumal nur geringe Änderungen notwendig waren, weil der Flötenambitus nur ganz gelegentlich unterschritten wird. Nur wenige Wochen später erfolgte die Erstaufführung der Version mit Solo-Violine durch das Ensemble fin de siècle fin de millénaire zusammen mit dem Ensemble 88 (Solist: Bertram Hartling) im Konzertsaal der Duisburger Abteilung der Folkwang-Hochschule Essen. Für die vorliegende Veröffentlichung entschloss ich mich, das Werk zur symmetrischen Dreisätzigkeit mit zwei schnellen Ecksätzen und dem dazwischen eingebetteten langsamen Satz zu erweitern. Hierzu wurden die beiden ursprünglichen Sätze vertauscht und ein Finalsatz (Diabolisch cancrizansierender Doppelkanon: Allegro) neu hinzukomponiert. Der grobformalen Symmetrie schnell - langsam - schnell steht dadurch umso kontrastierender die Asymmetrie der Binnenstrukturen gegenüber, vor allem in den schnellen Ecksätzen. Im ersten Satz springt dies sofort ins Auge durch die ständigen Taktwechsel mit vielen ungeraden Metren. Der Finalsatz ist zwar durchgehend im Viervierteltakt notiert, erhält jedoch seine asymmetrischen Gegenläufigkeiten durch ständige Akzentverschiebungen, die durch den streng kanonischen Aufbau des Satzes jede Stimme ganz eigenwillig ihren Weg gehen lassen. Zur Ausführung des Doppelkanons paaren sich Violoncello und zweite Violine für den ersten sowie Viola und erste Violine für den zweiten Kanon, allerdings jeweils im Wechsel mit dem "Gegner" einsetzend (Vc., Va., Vl. II, Vl. I). Diabolisch wird es dadurch, dass die Partner des zweiten Kanons im Tritonusabstand (diabolus in musicam) einsetzen. Die zweite Hälfte des Satzes bringt nochmals ein Fülle von Akzentverschiebungen, denn das Cancrizansieren geschieht nicht durch eine einheitliche Kehrtbewegung, sondern jede Stimme spielt ihren Kanon voll aus und erhält dadurch jeweils ihre eigene Wendemarke für den Krebsgang (Vc. in der Mitte von T. 48, Va. in der Mitte von T. 61, Vl. II in der Mitte von T. 68, Vl. I in der Mitte von T. 73), so dass Gegenläufigkeiten in völlig neuer Konstellation entstehen. In gleicher Weise erfolgt der Einlauf in die "Zielgerade"; während die Celli nach einer Erholungspause in T. 96 bereits bei T. 97 in die Coda hineinspurten, folgen die Bratschen in T. 111, die zweiten Geigen in T. 117, und den ersten Geigen bleiben ab T. 123 lediglich sechs Takte für ein freies Auslaufen. (Hans-Walter Slembeck).
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